Andreas Stoch zur Halbzeitbilanz Grün-Schwarz: Große Überschriften – kaum Inhalte

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Dafür kämpft die SPD-Landtagsfraktion.

Auf Einladung des sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Jonas Weber kam der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch, in den Landkreis.

Er verdeutlichte in seinem Vortrag sehr eindrücklich, welch schwache Bilanz die grün-schwarze Landesregierung zur Halbzeit vorzuweisen hat.

So ging er auf die „Rangelei“ der Koalitionspartner hinsichtlich der Landesbauordnung ein. „Entschlackung, statt weiterer Diskussion ist hier dringend notwendig. Den immensen Bedarf von 500.000 neuen Wohnungen bis 2025 müssen wir endlich konkret angehen“, so Stoch. Bezahlbarer Wohnraum stehe für die SPD an erster Stelle, weshalb sie eine gemeinnützige Landesentwicklungsgesellschaft für unabdingbar hält.

Ebenso müsse die Landeswohnraumförderung verdoppelt und die Bindungsdauer von Sozialwohnungen verlängert werden.

Scharf kritisierte Stoch die Weigerung der Landesregierung, kostenlose KiTa-Betreuung zu ermöglichen. Zumindest ein beitragsfreies Kindergartenjahr sei locker finanzierbar, so der ehemalige Bildungsminister.

Durch das nun vom Bund initiierte Gute-KiTa-Gesetz hoffe er auf Einsicht, dass die dann vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder auch für Qualitätssicherung frühkindlicher Bildung und Fachkräfteoffensive investiert werden.

Dass die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum immer größere Lücken aufweist, verdeutlichte Stoch anhand eindrücklicher Zahlen. Statt das Landeskrankenhausbauprogramm zu stärken, sei hier massiv gekürzt worden. „Aufstockung ist hier angesagt ebenso wie ein konkretes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.“

Ein weiterer Punkt befasste sich mit dem ÖPNV. Hier müsse es Planungssicherheit für Kommunen geben, damit Bahn- und Bus-Verkehr als Alternative zum Auto sinnvoll ausgebaut werden könne. Dies beinhalte auch eine landesweit koordinierte Tarifvereinfachung. „Pendler überwinden täglich Landkreisgrenzen, aber ihr jeweiliges Ticket macht diesen „Grenzgang“ nicht mit. Widersinnig“, kommentierte Stoch dieses alltägliche Ärgernis.

In der sich anschließenden sehr regen und offenen Diskussion wurde von den Gästen die Notwendigkeit des schnelleren Breitbandausbaus angesprochen und in dem Zusammenhang auch die schleppende Digitalisierung der Schulen bemängelt.

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteiligen.

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.