Besuch Landeserstaufnahme

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Dr. Steffens informiert

SPD-Kreistagsfraktion informiert sich vor Ort

Zusammen mit dem Rastatter SPD-Landtagsabgeordneten Ernst Kopp besuchte die SPD-Kreistagsfraktion die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in Karlsruhe. Neben Ernst Kopp nahmen Ingrid Heck-Fütterer (Elchesheim-Illingen), Dr. Jörg Engelhardt (Rastatt), Walter Jüngling (Muggensturm), Jonas Weber (Rastatt) und Horst Fritz (Forbach) teil.

„Wir wollen uns ein Bild vor Ort machen“, so SPD-Kreis- und Fraktionschef Jonas Weber „Sowie unsere Solidarität mit Flüchtlingen, Beschäftigen und Ehrenamtlichen zum Ausdruck bringen.“ Dr. Martin Steffens, der bis zum Sommer im Landratsamt Rastatt unter anderem für die Unterbringung der Flüchtlinge auf Kreisebene zuständig war und jetzt innerhalb des Regierungspräsidiums Karlsruhe als Leiter für die LEA verantwortlich ist, begrüßte die Gäste. Bei einer Führung über das Gelände erläuterte er die Einrichtungen und Funktionen der LEA. „Für die Willkommenskultur im Land ist die LEA von zentraler Bedeutung“, so Ernst Kopp „Mein Dank gilt ihrem Team, Herr Dr. Steffens, welches ich gerne nach Kräften unterstützen möchte.“

Die Einrichtung in der Durlacher Allee ist für die Aufnahme von bis zu 1.100 Flüchtlingen ausgelegt, weitere rund 1.200 Plätze stehen in Außenstellen im Stadtgebiet von Karlsruhe zur Verfügung, rund 750 in Mannheim. Hinzu kommen Notunterkünfte in Karlsruhe mit einer Kapazität von rund 1.500 Plätzen. Nachdem die Kapazität in Karlsruhe nicht mehr ausreichte, wurde dieses Jahr in Meßstetten eine weitere Einrichtung mit bis zu 1.000 Plätzen geschaffen, sodass derzeit rund 5.500 Personen in der LEA versorgt werden können

Pro Tag treffen derzeit 200 bis 300 Flüchtlinge in der LEA ein, davon etwa 40 % aus den Balkanstaaten und 20 % aus Syrien. Die Flüchtlinge werden zuerst registriert und daran schließt sich eine Gesundheitsuntersuchung an. Die Unterbringung von einzeln reisenden Frauen und Männern erfolgt in getrennten Bereichen. Ankommende Familien bleiben zusammen, Kinder werden im Kindergarten der Einrichtung betreut.

Die LEA bringt die Flüchtlinge für drei bis fünf Wochen in eigenen Einrichtungen unter. Danach erfolgt die sog. „Vorläufige Unterbringung“ in den Landkreisen. Nach weiteren bis zu zwei Jahren erfolgt die Anschlussunterbringung in den Gemeinden. Dies wird im Landkreis Rastatt in nennenswertem Umfang ab 2015 der Fall sein.

Eine Besonderheit stellen, nach Darstellung von Dr. Steffens, die allein reisenden Kinder und Jugendlichen dar. Monatlich kommen derzeit etwa 30 unbegleitete Minderjährige an. Sie seien in besonderem Maße vom Flüchtlingsdrama betroffen. Betreut wurden sie bisher von demjenigen Landkreis, in dem sie sich erstmals gemeldet haben oder aufgegriffen wurden. Nach der Neuregelung gelten die Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge. Nach diesem muss Baden-Württemberg 13 % aller Flüchtlinge aufnehmen. Hiervon der Landkreis Rastatt 2,2 %.

Die geflüchteten Menschen seien überwiegend unter 40 Jahren. Unter den Flüchtlingen sind viele mit guter und sehr guter Ausbildung. Das Land sei auch bereits dabei, sich zu überlegen, wie dieses Potential genutzt werden kann, um beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Handwerkerschaft auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das A und O sei laut Dr. Steffens aber zunächst die Schaffung von Unterbringungskapazität: „Sich auf stagnierende oder sinkende Zahlen zu verlassen wäre fahrlässig. Land, Kreise und Kommunen müssen immer auch ausreichende Puffer im Blick haben.“

 

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.