CDU/CSU wollen Gemeinden als soziale Dienstleister kaltstellen

Veröffentlicht in Bundespolitik

Langsam wird offensichtlich um welche weitreichende Entscheidung es bei der Bundestagswahl geht. „Der Freiherr des Marktes“ (Süddeutsche Zeitung) rudert zwar öffentlich zurück, aber die Ideen „des industriepolitischen Gesamtkonzeptes“ geben allzu sehr den langjährigen Wunsch von Schwarz-Gelb wieder.

Nicht umsonst lobt zugleich Herr Brüderle, stellv Fraktionschef der FDP, den wenige Wochen alte Entwurf. Steuersenkungen für die Industrie zu Lasten der Allgemeinheit. Nicht umsonst wehrt sich etwa die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich selbst abgeschossen", meinte deren Vorsitzender Franz-Josef Möllenberg. Guttenberg sei nicht „wählbar“ sagte er der Süddeutschen Zeitung. Neben den vorgesehenen Mehrwertsteuererhöhungen und den Radikalabbau beim Kündigungsschutz, geht es auch um die Zukunft der Kommunalpolitik.
Droht doch besonders den Kommunen ein finanzpolitisches Desaster. Die vorgeschlagenen Einschnitte bei der Gewerbesteuer würden die schon angeschlagenen Kommunen in schwerste Mitleidenschaft ziehen. Die Krise hat im ganzen Landkreis dieses Jahr für massive Gewerbesteuerausfälle gesorgt. Durch den dauerhaften Entzug dieser Mittel, wie ihn das Guttenberg-Papier vorsieht, wäre die Kommune als Sozial- und Bildungsträger praktisch „kaltgestellt“.
„Diese Ideen – siehe Gewerbesteuer – sind die altbekannten Positionen der CDU/CSU“, so der SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrat Jonas Weber. „Wenn Merkel und Guttenberg dieses Papier nicht kennen wollen, dann haben sie ihren Laden nicht im Griff. Was sie selbst nicht glauben. Oder sie lügen völlig dreist, bis nach der Wahl.“
Die Sozialdemokratie wird einen Raubbau an Schulen, Kindergärten, Büchereien, Spielplätzen, Krankenhäusern etc. nicht zu sehen. Wir haben schon mit unserem Kommunalwahlprogramm klargemacht, wir stützen den Kurs von Peer Steinbrück und Nicolette Kressl die Gewerbesteuer zu erhalten und so die Städte und Gemeinden mit ihren Kernaufgaben zu bewahren.
„Dies setzen wir auch nach der Wahl in der Regierung fort,“ so Weber weiter. „Keiner kann ernsthaft zweifeln, dass dieses Papier aus dem Juli 2009 nicht schon die Planung für Schwarz-Gelb ist.“ In den nächsten Tagen werde klar wo die Unterschiede zwischen SPD und CDU liegen.

Das Guttenberg ist auf Süddeutsche Zeitung Online verlinkt.

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat in seiner heutigen Sitzung zentrale Beschlüsse zur Aufarbeitung der Landtagswahl 2026 sowie zur organisatorischen und personellen Neuaufstellung der Partei gefasst. Ziel ist es, die notwendigen Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu ziehen und zugleich zügig die Voraussetzungen für einen Neustart der SPD im Land zu schaffen.

10.03.2026 13:20
Danke, für euren Einsatz!.
In den letzten Monaten habt ihr alles gegeben. Ihr seid nach Feierabend an die Haustüren gegangen, habt bei Wind und Wetter Plakate geklebt und hunderte Gespräche geführt. Ihr habt eure Freizeit geopfert, weil ihr an ein gerechteres Baden-Württemberg glaubt.

03.03.2026 14:05
Tour-Abschluss in Mannheim.
Unser Spitzenkandidat Andreas Stoch war in den vergangenen Wochen in allen 70 Wahlkreisen unterwegs. Er hat mit den Kandidierenden an hunderten Türen geklingelt, die "Hidden Champions" unseres Mittelstands besucht und in 29 Townhalls seine Vision eines gerechteren Baden-Württembergs geteilt. In Mannheim findet die "Tour für Dich" nun ihren Abschluss.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl hat die SPD Baden-Württemberg bei ihrem Politischen Aschermittwoch in Ludwigsburg die Regierungsparteien deutlich attackiert und zugleich ihren Anspruch bekräftigt, Baden-Württemberg entschlossen aus dem Stillstand zu führen.

Wir laden euch herzlich zu unserem traditionellen Politischen Aschermittwochein ein. Dieser findet am 18. Februar 2026 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg statt. Wir freuen uns sehr, dass unser Generalsekretär der SPD Tim Klüssendorf uns in Ludwigsburg besucht!