Kreis-SPD fordert verstärkte Prävention statt blindem Aktionismus beim Thema Jugendkriminalität

Veröffentlicht in Allgemein

Pressemitteilung vom 10. Januar 2008

SPD-Kreisvorsitzender Jonas Weber: „Bestehende Gesetze reichen aus“

Die derzeitige Diskussion zum Thema Jugendkriminalität nahm der Vorstand des SPD-Kreisverbands Rastatt/Baden-Baden/Murgtal/Bühl in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch zum Anlass, eine Resolution unter dem Titel „Bürger wirksam vor Gewalt schützen – Hart gegen Kriminalität, konsequent gegen Ursachen“ zu verabschieden.

Der SPD-Kreisvorsitzende Jonas Weber (Rastatt) verurteilte hierbei die aktuellen Angriffe von Jugendlichen auf Rentner in der Münchner U-Bahn und an der Gedenktafel für die getötete Polizistin in Heilbronn auf Schärfste.
Die reflexartigen Forderungen insbesondere der CDU und CSU nach einer Verschärfung von Gesetzen zielten jedoch am eigentlichen Problem vorbei. Dieser blinde Aktionismus sei einzig den laufenden Landtagswahlkämpfen in Niedersachsen und v.a. Hessen geschuldet, so Jonas Weber. Bestehende Gesetze reichten aus, was im Übrigen auch nahezu alle in dem Bereich Tätigen so sehen würden.

Wichtiger sei vielmehr die Prävention. Darauf läge auch der Schwerpunkt der in der Sitzung einstimmig vom SPD-Kreisvorstand verabschiedeten Resolution, in der die Forderung nach „verstärkter Prävention durch gleiche Bildungschancen, Ganztagsschulen, Jugendarbeit und eine Ausbildungsperspektive für jeden Jugendlichen“ erhoben wird.

Notwendig sei jedoch auch eine „personell starke, gut ausgestattet und gut ausgebildete Polizei“. Hier müsse sich die CDU/FDP-Landesregierung zu Recht vorwerfen lassen, ihren Worten keine Taten folgen zu lassen, wie auch die örtliche Polizeigewerkschaft in ihrem Aufruf „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“ zum Ausdruck brachte, erklärte Jonas Weber. Anstatt mehr Polizeibeamten einzustellen, die notwendig seien, sich dieser Prävention im Jugendbereich zu widmen, werden ausscheidende Polizeibeamten nicht wieder durch neue ersetzt. Wer Sicherheit will, kann aber nicht an der falschen Stelle sparen, zitiert Jonas Weber aus der Resolution.

„Wenn wir die Jugendkriminalität zurückdrängen wollen, dann brauchen wir Menschen, die sich um die Jugendlichen kümmern. Dafür müssen auch die notwendigen finanziellen Mittel vom Land zur Verfügung gestellt werden“. Das dies das Land erkannt habe und 800 neue Ausbildungsplätze bei der Polizei schaffen will, sei zwar zu begrüßen, so die Kreis-SPD, käme jedoch Jahre zu spät und sei bisher von CDU und FDP im Landtag immer abgelehnt worden.

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.