Hände weg vom Wasser

Veröffentlicht in Europa

Peter Simon (MdEP) ruft zur Unterstützung der Europäischen Bürgerinitiative "right2water - Wasser ist ein Menschenrecht".

 

Hände weg vom Wasser - Wasser ist ein öffentliches Gut und keine beliebige Handelsware! Unterstützt den Kampf um das Wasser und unterschreibt die Bürgerinitiative "Wasser ist ein Menschenrecht" auf www.right2water.eu/de

 

Vielleicht hat der eine oder die andere von Euch in den letzten Tagen aus den Medien, z. B. in der gestrigen Ausgabe der ZDF-Sendung "Neues aus der Anstalt" davon gehört, dass aktuell viele durch sich abzeichnende europäische Gesetzgebung die Gefahr sehen, dass die kommunale Wasserversorgung durch die Hintertür liberalisiert werden könnte.

 

Gegen diese Gesetzgebung habe ich mich bereits lange bevor der konkrete Gesetzesentwurf vorlag auf sämtlichen parlamentarischen Ebenen ohne Wenn und Aber ausgesprochen und deshalb versucht, diesen mit allen Kräften zu verhindern.

 

Den diesbezüglichen Richtlinienvorschlag über die Konzessionsvergabe der Europäischen Kommission, der morgen im dafür zuständigen Binnenmarkt- und Verbraucherschutzausschuss des Europäischen Parlaments abgestimmt wird, habe ich von Beginn an abgelehnt. Deshalb habe ich auch einen entsprechenden Änderungsantrag zur Ablehnung sowohl im zuständigen Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz als auch im mitberatenden Regionalentwicklungsausschuss, in dem ich Mitglied bin, eingereicht. Für den Fall, dass die Ablehnung des EU-Kommissionsvorschlags im Europäischen Parlament nicht mehrheitsfähig sein sollte, hatte ich vorsorglich weitere Änderungsanträge eingereicht, die erstens hilfsweise die Wasserversorgung ausschließen, sowie zweitens grundsätzlich alle Dienstleistungen der Daseinsvorsorge vom Anwendungsbereich der Richtlinie ausschließen. Im Regionalentwicklungsausschuss war es mir gelungen, die Kolleginnen und Kollegen davon zu überzeugen, grundsätzlich alle Dienstleistungen der Daseinsvorsorge von der Richtlinie auszunehmen und damit den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, unter anderem die Wasserversorgung nicht zu erfassen. Die Chancen, dass dies morgen auch im federführenden Binnenmarkt- und Verbraucherschutzausschuss gelingen wird, stehen allerdings schlecht. Zudem tritt auch die deutsche Bundesregierung in den Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten massiv für dieses neue EU-Gesetz ein. In einem an die kommunalen Spitzenverbände gerichteten Brief begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel ausdrücklich den Vorstoß für eine solche Gesetzgebung.

 

Deshalb rufe ich Euch auf, mich und andere deutsche Kolleginnen und Kollegen im Europaparlament in unserem parteiübergreifenden parlamentarischen Kampf gegen eine solche Gesetzgebung flankierend zu unterstützen. Als einer der ersten habe ich bereits vor Monaten die europäische Bürgerinitiative "Wasser ist ein Menschenrecht" auf www.right2water.eu/de unterzeichnet. Sie fordert u. a., dass die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden darf und die Wasserwirtschaft von der Liberalisierungsagenda auszuschließen ist. Setzt auch Ihr ein Zeichen und unterschreibt diese Bürgerinitiative! Wenn wir 1. Million Stimmen aus ganz Europa zusammenbekommen, ist die Europäische Kommission verpflichtet, dieses Thema neu auf die Tagesordnung zu setzen und kann dabei die Bedenken unzähliger EU-Bürger nicht einfach vom Tisch wischen.

 

Ich zähle auf Eure Unterstützung! Wasser ist ein öffentliches Gut und keine beliebige Handelsware - das müssen und werden wir manchem in Europa und insbesondere auch der deutschen Bundeskanzlerin unmissverständlich klar machen.

Peter Simon (MdEP)

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.