SPD Lichtenau nominiert Kandidaten - 60% Frauenanteil

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Mit sechs Frauen und vier Männern tritt die Lichtenauer SPD zur Kommunalwahl am 7. Juni an.
Ein gutes Team habe man in einer Nachnominierung aufstellen können, freute sich der neu gewählte Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lichtenau, Paul Schneider. Mit ihm, Dina Dittebrandt, Gisela Neye, Yakup Güler, Kirsten Schneider, Karlheinz Neye und Irmgard Hartmann-Lemaire für Lichtenau, sowie Renate Schwarz, Gerald Steiner und Martina Steiner für Muckenschopf kandidieren Personen, die sich in vielfältiger Weise für die Bürgerinnen und Bürger in Lichtenau engagieren.

Sehr zu begrüßen sei, dass Yakup Güler, stellvertretender Vorsitzender des Türkischen Kulturvereins, mit dabei ist. „Wir haben sehr viele Mitbürgerinnen und Mitbürger türkischer Herkunft in Lichtenau, deren Kinder unsere Kindergärten und Schule besuchen und in Vereinen aktiv sind.“, so die Elternbeiratsvorsitzende Dina Dittebrandt. „Da ist es nur folgerichtig, dass sich auch im Gemeinderat die Vielfältigkeit der Bevölkerung widerspiegelt.“ Obwohl durch langjährigen beruflichen Auslandsaufenthalt räumlich von Lichtenau getrennt, habe mit Gisela und Karlheinze Neye immer enger Kontakt bestanden. Ihre Erfahrungen seien in der heutigen globalisierten Welt auch für eine kleinere Kommune sehr wertvoll, betonte Renate Schwarz.

Die alte Weisheit, wonach im Leben nichts so bleibt, wie es ist, treffe auf alle Bereiche des menschlichen Daseins zu, so Dietmar Britz zu den Vorgängen in und nach der Nominierungsveranstaltung, in dessen Verlauf Mitglieder austraten und sich Kandidaten von der SPD-Liste abwandten.
Laut Pressemitteilung wurden während der Veranstaltung, zu welcher die SPD drei neue Mitglieder begrüßen konnte, bei der Abstimmung um Platz eins das ehemalige Mitglied Karlheinz Schmitt sowie der Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzende Paul Schneider vorgeschlagen. Mit absoluter Mehrheit sprach sich die Versammlung für Paul Schneider aus. Nachdem im nächsten Wahlgang Karlheinz Schmitt, der nicht anwesend war, auf Platz zwei gewählt werden sollte, gab Rainer Klein bekannt, dass dessen Kandidatur nur für den ersten Platz gegolten habe und Schmitt dementsprechend nun nicht mehr zur Verfügung stünde.
Als die Wahl zum sechsten Listenplatz anstand, schlug Rainer Klein überraschend nochmals Karlheinz Schmitt vor, der dann auch auf diesen Platz nominiert wurde, erläuterte die Versammlungsleiterin Rosemarie Ahlswede den weiteren Verlauf der Nominierungen.

Tags darauf wurde Paul Schneider per Mail von Klein aufgefordert, seine Kandidatur zur Gemeinderatswahl komplett zurück zu ziehen. Sollte dies nicht geschehen, würden viele der Kandidaten ihre Zustimmung widerrufen und aus der Partei austreten.

Der SPD-Vorstand gab diesem Ansinnen nicht nach, mit der Folge, dass der Großteil der Kandidaten ihre Ankündigung wahr machte, ihre Kandidatur zurück zogen, aus Partei und Fraktion austraten und eine neue Wählervereinigung gründeten. Diesem Schritt schlossen sich auch die drei Neumitglieder an.

Für die Mitglieder des SPD-Ortsvereins sei dieser wohl einmalige Vorgang bedauerlich und nicht nachvollziehbar, heißt es in der Pressemitteilung.

Die geschmälerte SPD-Fraktion werde sich nach wie vor für die Belange der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger einsetzen, orientiert an den sozialdemokratischen Grundsätzen der Partei, betonte Paul Schneider.
 

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

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