Stabile Finanzpolitik für Europa - Diskussionsveranstaltung mit Nicolette Kressl am 11. Oktober 2011 in Rastatt

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Dass es erheblichen Informationsbedarf über die Krise in der Eurozone gibt, machte die Diskussionsveranstaltung mit der Finanzpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nicolette Kressl, deutlich.

Frau Kressl erläuterte weshalb und inwieweit die Folgen der 2008 ausgebrochenen Finanz- und Wirtschaftskrise uns bis heute beschäftigen und mit welchen Auswirkungen die Europäische Union zu kämpfen habe. Sie verwies dabei auch nachdrücklich auf die in Deutschland verfassungsrechtlich verankerte Schuldenbremse. Rückblickend bestätige sich, dass die Politik des damaligen Finanzministers Peer Steinbrück Richtung Null-Neuverschuldung Handlungsspielräume überhaupt erst eröffnet habe. Dadurch sei man in der Lage gewesen mit den Konjunkturpaketen sowie den Maßnahmen für Kurzarbeit, drohende gravierende Einschnitte in der deutschen Wirtschaft abzufedern.

Andere Staaten, darunter auch Griechenland, kämpften mit den Schwierigkeiten, sich auf dem Kapitalmarkt finanzieren zu müssen. Wobei die Ursachen in jedem Land jeweils sehr spezielle seien. Die Folgen dieser Staatsverschuldung und schwindenden Wettbewerbsfähigkeit betreffe alle EU-Staaten, weshalb ihrer Ansicht nach ein Gesamtkonzept für den gesamten Euro-Raum notwendig sei. Griechenland aus der Euro-Zone zu entlassen, bewerte sie als hochriskant, so Nicolette Kressl. Mögliche Dominoeffekte auf andere Länder mit Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft seien zwar von niemandem 100-prozentig vorhersehbar, ihrer Ansicht nach aber sehr wahrscheinlich.

Deshalb sei die Reform des Rettungsschirms EFSF notwendige Konsequenz gewesen, erläuterte sie die Risikoabwägung der SPD-Bundestagsfraktion. Jedoch müssten weitere Maßnahmen folgen. So sei die Finanztransaktionssteuer eine erste Maßnahme, die es rasch gelte einzuführen. Denn die Akteure auf den Finanzmärkten müssten sich auf jeden Fall an den Kosten der Krise beteiligen. „Europa ist ein Synonym für Frieden und Stabilität – das dürfen wir nicht vergessen und leichtfertig aufs Spiel setzen“, plädierte die Abgeordnete abschließend für gemeinsame Anstrengungen aller EU-Staaten.

 

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Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.