SPD Lichtenau Baden

 

Stellungnahme der SPD zum Haushalt 2018

Veröffentlicht in Ortsverein

Haushalt 2018 Stadt Lichtenau / Baden Stellungnahme der SPD-Gemeinderäte Gemeinderatssitzung am 15.02.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger ,

sehr geehrter Herr Bürgermeister liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Frau Gangl, sehr geehrter Herr Siebnich

der HH-Plan 2018 umfasst Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 12.026 Mio €, dies sind 120 T € weniger als im Vorjahr Der Verwaltungshaushalt steigt um 617 T € auf 10,782 Mio €. Die höheren Einnahmen ergeben sich aus steigenden Einkommenssteueranteilen, höheren Schlüsselzuweisungen und Zuschüssen für den Kindergarten. Die steigenden Ausgaben des Verwaltungshaushalts sind auf höhere Personalausgaben zurückzuführen.

Insbesondere für das geänderte und erweiterte Angebot im Kindergarten und auch für die Ganztagsschule, aber auch, weil wir uns eine doppelte Besetzung der Hauptamtsstelle für eine Übergangszeit leisten. Wir setzen darauf, dass diese Amtsübergabe so gut wie in der Kämmerei funktionieren wird.

Der Vermögenshaushalt fällt um 734 T€ niedriger aus. Er erreicht 1,244 Millionen (Vorjahr 1.978 Mio) aber die Finanzierung erfolgt fast zu 100 % aus Eigenmitteln. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Dies ist möglich, weil wir auch in diesem Jahr Rücklagen in Höhe von 800 T€ entnehmen können. Ferner können wir 393 T€ vom Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt zuführen. Zusammen mit einem kleinen Zuschuss können wir 1,244Mio investieren.

Die fünf wichtigsten oder auch teuersten Punkte die wir in 2018 angehen sind:

1. Die Verbesserung des Abwassersystems in Ulm durch Bau eines Umgehungssammlers in der Dekan-Nöltner –Straße. Nach dem wir im letzten Jahr schon fast eine halbe Mio bereitgestellt haben, werden nun fast 600T € fällig, so dass wir insgesamt über eine Mio in 2018 in den Umgehungssammler investieren.

2. Die Nr. 2 ist der Ausbau des Backbone-Netzes zur Breitbandversorgung unserer Betriebe und der privaten Haushalte. In 2018 werden die in 2017 bereitgestellten Mittel und die Zuschüsse nun verbaut. In 2018 werden noch 130 T € benötigt.

3. Nummer 3 ist die Rathausbrücke in Scherzheim Die Mittel für den Neubau der Rathausbrücke Scherzheim waren auch schon in 2017 bereitgestellt. Die durch niedrige Zinsen überhitzte Baukonjunktur erfordert einen Nachschlag von 80 T € in 2018.

4. Eine weitere größere Investition in 2018 beläuft sich auf 65 T€. Die Modernisierung eines Feuerwehrautos und weitere Ausrüstung erfordern diesen Betrag.

5. Der Ankauf von Grundstücken ist der nächst größere Posten gefolgt von Modernisierungen in ungefähr gleicher Höhe für die Halle in Muckenschopf

Die Ausgaben des Vermögenshaushalts in 2018 sind neben den Pflichtaufgaben die Investitionen in die Zukunft, die letztendlich nun in die Umsetzung gehen. Der Breitbandausbau unseres Datennetzes muss nun endlich kommen, die Mittel stehen seit 2 Jahren bereit. Jedoch mussten wir sehr lange - bis November - auf den Zuschuss aus Stuttgart warten. Bis dahin waren uns die Hände gebunden. Jetzt können wir endlich mit der Umsetzung beginnen Wie schon im letzten Jahr erwähnt, sichern wir damit die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Lichtenau. Schnelles Internet ist unabdingbar, um große Datenmengen zwischen Firmen schnell und sicher auszutauschen. Und leistungsfähige Homeoffice-Arbeitsplätze werden hierdurch erst möglich. Auch in Lichtenau wird es dann möglich sein, den Arbeitsplatz Dank schnellen Internets in der eigenen Wohnung zu haben.

Das Baugebiet Warrett III ist im Plan, die Acherbrücke in Lichtenau ist fertig, nun kann endlich mit dem Bauen begonnen werden.

Die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge ist durch deutlich niedrigere Zuweisungszahlen nach wie vor nicht erforderlich. Wenn wir die Flüchtlinge, die uns in den nächsten Jahren zugewiesen werden, weiterhin in vorhandenem Wohnraum unterbringen können, dann ist dies die beste Lösung. Die Bedürfnisse und Erfordernisse im sozialen Wohnungsbau für Bürger mit kleineren Einkommen müssen wir aber ebenso berücksichtigen, und auch Investitionen in diesem Bereich ermöglichen und fördern.

In Ulm steht die Fertigstellung des Pflegeheims bevor. Damit haben wir neben dem betreuten Wohnen auf der Schanz auch ein Pflegeheim für den kompletten Pflegeumfang in Lichtenau.

Die Erweiterung des Kindergartenangebots ist installiert, die hierzu erforderliche Personalausstattung ist vorhanden. Eltern ohne Angehörige in Lichtenau können mit dem Ganztagsangebot für kleinere Kinder andere berufliche Chancen nutzen. Ein umfangreiches Angebot hinsichtlich der Betreuungszeiten ist wichtig. Aber vor allem bieten unsere Kindergärten ein breit gefächertes Bildungsangebot. Im Rahmen der Diskussionen um PISA, IGLU etc. wird von den Kindertageseinrichtungen immer mehr erwartet, sich als Bildungseinrichtung zu verstehen. Lichtenau kann diese Erwartung erfüllen. Denn dank des großen Engagements unserer Erzieherinnen gibt es u.a. Sprachprogramme, bilinguale Bildung sowie die Zertifizierung als Haus der kleinen Forscher.

Qualität hat aber auch ihren Preis. Rund 1 Mio. € jährlich trägt die Stadt – auch im Hinblick darauf, die Kosten für die Eltern moderat zu halten.

Ich kann mich nur wiederholen und freue mich, dass auch unser Bgm in seiner Rede diese Forderung an die Landesregierung nachdrücklich betont hat – der Einstieg in den beitragsfreien Kindergarten ist überfällig.

Bei unserer zweiten Bildungseinrichtung, der Grundschule, sind wir mit der Einführung der Ganztagsschule einen wichtigen Schritt gegangen. Sie wird gut angenommen und funktioniert. Wir haben somit bei unseren Bildungseinrichtungen die richtigen Wege eingeschlagen. Integration und Teilhabe sind keine Schlagworte sondern werden gelebt.

Lichtenau ist dann die vollwertige Dreigenerationenstadt. Vom Kindergartenangebot bis zum Pflegeheim sind wir gut aufgestellt

Wir haben Bauplätze für junge Familien, und eine Grundschule mit Ganztagsschule. Die weiterführenden Schulen in Rheinmünster und Bühl werden mit guten Busverbindungen erreicht.

Der Breitbandausbau macht uns für Firmenansiedlungen attraktiver, und die dadurch möglichen leistungsfähigen Homeoffice-Arbeitsplätze machen uns zum interessanten Wohnort für Familien, die auch im größeren Umkreis von Lichtenau ihre Arbeitsstellen haben.

Kommen wir nun zu den offenen Punkten:

Hier sind einige Punkte aus den letzten Haushaltsreden fast unverändert übernommen:

Die gesamte Baggerseethematik beschäftigt uns nach wie vor. Um die offenen Punkte in See I und III soll es heute aber nicht gehen. Für den See II liegt endlich der Antrag auf Zulassung eines Abschlussbetriebsplans vor. Wenn die Uferzonen so gestaltet werden wie im Rekultivierungsplan vorgesehen, wird dem Naturschutz in vollem Umfang entsprochen, aber auch eine umweltverträgliche Angelnutzung ist dann möglich. Das wir noch einen ca. 11m hohen Resthügel behalten werden, der vielleicht schwierig zu bepflanzen ist, ist der Wehrmutstropfen bei diesem Abschlussbetriebsplan. Ob die Arbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen sind, hängt auch davon ab, ob die Genehmigung von den verantwortlichen Behörden nun rechtzeitig erteilt wird.

Die Änderung der Regenwasserentwässerung im Gewerbegebiet Sommerfeld haben wir auch schon einige Zeit auf dem Plan. Außer Planung ist nichts in Sicht.

Wir sehen Lichtenau weiter auf dem richtigen Weg, auch wenn wir noch nicht alle Aufgaben erledigen konnten, und finden es gut, dass wir auch in 2018 ohne Darlehnsaufnahme unsere Aufgaben meistern können.

Es ist zwar schön, dass unser Schuldenstand pro Einwohner so gering ist. Aber bei der Investitionsrate liegen wir auch ca. 200 € unter dem Landesdurchschnitt. Und es heißt ja - mangelnde Modernisierung und wenig Sanierung sind die Schulden von morgen. Hier gilt es den richtigen Mittelweg zu finden. Wir haben deshalb auch die Beträge für Straßensanierung angehoben.

Die Umstellung auf Doppik wird 2018 eine bedeutende Maßnahme sein. Dabei können wir uns glücklich schätzen, einen langjährigen Mitarbeiter mit profunden Kenntnissen aus 40 Jahren Kämmerei und einen Doppik erfahrenen jungen neuen Rechnungsamtsleiter zu haben, die Hand in Hand diese Umstellung sicherlich hervorragend meistern werden.

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Verwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Unser Dank gilt auch allen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, mit denen die Diskussionen sach- und zielorientiert geführt werden konnten.

Die Gemeinderäte der SPD stimmen dem HH-2018 und dem Wirtschaftsplan Eigenbetrieb Wasserversorgung zu.

15.02.2018, für die Gemeinderäte der SPD, Paul Schneider

 

 

Gabriele Katzmarek

Ihre Bundestagsabgeordnete

 

Jonas Nicolas Weber

IHR LANDTAGSABGEORDNETER

 

Neues aus dem Land

12.11.2018 16:40
Mitgliederbefragung läuft!.
Leni Breymaier und Lars Castellucci, die beiden Kandidierenden um den Landesvorsitz, haben sich inzwischen in vier Regionalkonferenzen und weiteren Veranstaltungen vor Ort den Fragen der Parteibasis gestellt. Noch bis zum 19. November können die über 36.000 SPD-Mitglieder im Südwesten abstimmen, wer künftig die SPD im Land anführen soll.

Alle Infos zum Mitgliederentscheid.

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat die heute Abend bekannt gewordenen Vorwürfe illegaler Parteienfinanzierung gegen die AfD als "ganz offensichtliche, schwere Korrumpierung" bezeichnet.

"Dieser Sumpf muss umgehend und vollständig ausgetrocknet werden", betonte Breymaier. "Schon jetzt ist klar: Trotz ihres moralinsauren Getues hat Frau Weidel das letzte Restchen an persönlicher Glaubwürdigkeit verloren. Die Strenge, die sie so gern als Monstranz vor sich herträgt, sollte sie nun selbst beherzigen und als Fraktionsvorsitzende der AfD zurücktreten - und besser ganz auf ihr Mandat verzichten."

Bei einem Treffen mit einer Elterninitiative, die sich für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium stark macht, hat SPD-Generalsekretärin Luisa Boos ihre grundsätzliche Unterstützung für diesen Vorstoß zugesagt. Die Petition der Elterninitiative für das G9 haben bereits 31.744 Personen unterzeichnet.

Boos erklärte, sie trete dafür ein, das Angebot auszubauen, in neun Jahren zum Abitur zu kommen. "Die Möglichkeit zwischen G8 und G9 wählen zu können, trägt den Wünschen von Schülern, Eltern und Lehrern Rechnung", sagte die Generalsekretärin beim Treffen in Stuttgart. "Die SPD steht zur Gemeinschaftsschule. Unser Ziel muss es sein, dass alle Kinder und Eltern zwischen G8 und G9 wählen können. Diese Wahlfreiheit muss sowohl über verschiedene Schularten - wie der Gemeinschaftsschule und den beruflichen Gymnasien - als auch am allgemeinbildenden Gymnasium gewährleistet sein."

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat den aktuellen Vorstoß der CDU für eine Aufweichung der Arbeitsbedingungen in der Gastronomie scharf kritisiert. "Was wir brauchen, sind nicht schlechtere, sondern bessere Arbeitsbedingungen in der Branche", erklärte Breymaier. "Was die CDU mal wieder als Flexibilisierung verkauft, ist nichts anderes als eine weitere Belastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

Die CDU-Fraktion hatte dieser Tage angekündigt, eine Bundesratsinitiative der grün-schwarzen Landesregierung einzubringen, um "die Arbeitszeit an betriebliche Erfordernisse anzupassen". Dabei gehe es nicht um eine Verlängerung der Gesamtarbeitszeit, sondern um "einen flexibleren Umgang mit der täglichen Höchstarbeitszeit".

SPD-Generalsekretärin Luisa Boos hat Innenminister Thomas Strobl im Fall Majd H. scharf attackiert: "Strobl ist ein Sicherheitsproblem für unser Land. Warum läuft ein polizeilich mehrfach einschlägig bekannter Mann frei herum, obwohl ein Haftbefehl vorlag und sogar Anwohner und Vermieter seit über einem Jahr Sturm gelaufen sind?"

Dazu komme, dass täglich Informationen in der BILD-Zeitung auftauchten, die nur Sicherheitsbehörden, Justiz und Innenministerium vorliegen dürften. "Der Innenminister hat seinen Laden nullkommanull im Griff. Maulwürfe in Ministerien oder Behörden sind ein Sicherheitsrisiko, das der Minister abstellen muss, indem er selbst für Aufklärung sorgt. Die Bevölkerung ist zurecht fassungslos", so Boos.

"Das ist kein hessisches Ergebnis, das ist ein Bundesergebnis. Die Parteien, die die Bundesregierung tragen, haben viel Vertrauen verspielt. In dieser Woche müssen wir intern klären, wie dieses Vertrauen zurückgewonnen werden kann und welche Konsequenzen aus den jüngsten Wahlergebnissen gezogen werden. I

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier erklärt zur geplanten Spitzenkandidatur von Katarina Barley für die Europawahl: "Was für eine großartige Nachricht: Eine Europäerin für Europa! Ich kann mir für die deutsche Spitzenkandidatur der SPD keine bessere Persönlichkeit vorstellen."

"Die Genossinnen und Genossen in Bayern haben einen guten und soliden Wahlkampf geführt. Für sie und ihre Spitzenkandidatin Natascha Kohnen gab es keinen Rückenwind aus Berlin. Das Ergebnis der SPD ist bitter für uns alle.

Der politische Wecker der Republik hat heute in Bayern sehr laut geklingelt. Ich habe ihn gehört. Es wird nicht reichen, unsere Politik besser zu erklären. Wir werden eine Politik machen müssen, die sich auch selbst erklärt.

Der SPD-Landesvorstand hat am Donnerstagabend die Durchführung einer Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg beschlossen. Bereits zuvor hatten sich beide Bewerber um den Landesvorsitz, Leni Breymaier und Lars Castellucci, für eine solche Befragung der Parteibasis ausgesprochen. Die Mitgliederbefragung wird aus organisatorischen und zeitlichen Gründen ausschließlich per Briefwahl stattfinden. Der Zeitraum der Befragung ist vom 1. bis 19. November. Die Unterlagen gehen den Mitgliedern postalisch zu. Geplant ist, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber zwischen dem 27. Oktober und dem 11. November in vier Regionalkonferenzen im Land vorstellen. Die genauen Termine werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat die von der AfD gestartete Meldeplattform für Beschwerden über Lehrkräfte als "niederträchtig und brandgefährlich" bezeichnet. "Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, was die AfD antreibt, dann ist es diese widerwärtige Aktion", so Breymaier.