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Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Kampf gegen Dumpinglöhne und Bildung Wahlkampfthemen

(BNN) Bühl-Ottersweier (sf). Zu einem Kreisparteitag im kleinen Rahmen fand sich die SPD in Ottersweier ein. Zur Begrüßung schenkte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Herta Finkbeiner-Schilling dem Kreisverbandsvorsitzenden Jonas Weber eine Glocke.
Mit dieser solle sich der junge Politiker Gehör in großer Runde verschaffen können, so Finkbeiner-Schilling schmunzelnd.

An die große Glocke hängten Weber und Gerrit Große, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, auch das Wahlprogramm für die Kreistagswahlen am 7. Juni: Man habe das Programm bewusst kurz und knapp gefasst und die Ziele deutlich und transparent formuliert, so Große. So hat sich die Kreis-SPD Mittelbaden im Superwahljahr 2009 unter anderem die Bekämpfung von Dumpinglöhnen und die Qualifizierung von Minderausgebildeten, Zeitarbeitskräften und Arbeitssuchenden auf die Fahnen geschrieben. Die Auftragsvergaben des Landkreises sollen verträgliche Konditionen für Angestellte voraussetzen.
Auch Familie, Bildung und Betreuung sollen gestärkt werden, beispielsweise mit der Einführung von gebührenfreien Kindergartenplätzen und flächendeckenden Ganztagsschulen. Zudem will man den Einsatz von Schulsozialarbeitern und Jugendberufshilfe forcieren. Die Landkreis-SPD erachtet auch das Thema soziale Gerechtigkeit als wichtig an. Vor allem bei der Schuldnerberatung in Rastatt herrsche Handlungsbedarf: „Es kann nicht sein, dass jemand, der wirklich beratende Hilfe braucht, monatelang auf einen Termin warten muss, so wie es derzeit in Rastatt der Fall ist“, so Weber. Und die Kreis-SPD will schon jetzt an später denken, und zwar mit einem Energie- und Nahverkehrs-Konzept, in das unter anderem Windenergie und Geothermie integriert werden. Der Vorschlag aus der Runde lautete, das Thermalwasser der Hub besser zu nutzen: Hier laufe wertvolle Energie buchstäblich „den Bach runter“. Als festes Ziel im öffentlichen Nahverkehr hat die Kreis-SPD den Baden-Airpark: Der soll alsbald an das Schienennetz angeschlossen werden. Die Vertreter der Landkreis-SPD votierten einstimmig für das Wahlprogramm. Außerdem berichtete Gerrit Große aus dem Kreistag: „Unter Landrat Jürgen Bäuerle ist auch der ernsthafte Wille zur Sparsamkeit deutlich zu erkennen“, lobte Große. Ferner sagte er: „Der Schwerpunkt unserer Kreispolitik liegt im Ausbau des Bildungswesens und der Infrastruktur. Im Bereich der Förderschulen erwarten wir den Ausbau zu echten Ganztagsschulen, um diesen Schülern eine größtmögliche Chance in den Berufseinstieg zu geben.“ Ferner sei das Klinikum Mittelbaden in Anbetracht der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen ein wichtiger Aspekt in der Kreispolitik.
Gast des Tages war die parlamentarische Staatssekretärin und Mitglied des Bundestags, Nicolette Kressl. Sie machte mit nüchternen Worten klar, dass die Finanzkrise, die ihren Ursprung in Amerika habe, nicht an den Kommunen in Deutschland vorbeischrammen werde. Eine jüngst vorgelegte Wirtschaftsprognose sage einen Rückgang der Wirtschaftsentwicklung um bis zu sechs Prozent voraus, „so etwas hat es seit Jahrzehnten nicht gegeben.“ Die SPD sei jeher mit Risiken und Kommunalfinanzen umsichtig umgegangen und habe vor dem so genannten Cross-Border-Leasing stets gewarnt, das für viele deutsche Kommunen nun zur echten Pleitefalle werde, da die Städte Geschäfte mit den Staaten abgeschlossen haben. Ferner fügte sie hinzu, dass Kredite für jeden, auch für Kommunen, teuerer werden, wenn man in der Bankenfrage auf keinen grünen Zweig komme. Vor allem die Hypo-Real-Estate-Bank gilt als einer der größten Kommunalfinanzierer in Deutschland.

 

Homepage SPD Kreisverband Mittelbaden

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Neues aus dem Land

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat in seiner heutigen Sitzung zentrale Beschlüsse zur Aufarbeitung der Landtagswahl 2026 sowie zur organisatorischen und personellen Neuaufstellung der Partei gefasst. Ziel ist es, die notwendigen Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu ziehen und zugleich zügig die Voraussetzungen für einen Neustart der SPD im Land zu schaffen.

10.03.2026 13:20
Danke, für euren Einsatz!.
In den letzten Monaten habt ihr alles gegeben. Ihr seid nach Feierabend an die Haustüren gegangen, habt bei Wind und Wetter Plakate geklebt und hunderte Gespräche geführt. Ihr habt eure Freizeit geopfert, weil ihr an ein gerechteres Baden-Württemberg glaubt.

03.03.2026 14:05
Tour-Abschluss in Mannheim.
Unser Spitzenkandidat Andreas Stoch war in den vergangenen Wochen in allen 70 Wahlkreisen unterwegs. Er hat mit den Kandidierenden an hunderten Türen geklingelt, die "Hidden Champions" unseres Mittelstands besucht und in 29 Townhalls seine Vision eines gerechteren Baden-Württembergs geteilt. In Mannheim findet die "Tour für Dich" nun ihren Abschluss.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl hat die SPD Baden-Württemberg bei ihrem Politischen Aschermittwoch in Ludwigsburg die Regierungsparteien deutlich attackiert und zugleich ihren Anspruch bekräftigt, Baden-Württemberg entschlossen aus dem Stillstand zu führen.